Backblaze bringt ein neues Cloud-Objektspeicherprodukt auf den Markt, das sich direkt an Neocloud-Plattformen richtet, also an Unternehmen, die KI-orientierte Cloud-Umgebungen für Hochleistungsrechnen aufbauen.
Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund, dass KI-Workloads die Speicherinfrastruktur zunehmend belasten. Das Training großer Modelle, die Durchführung von Inferenzprozessen und die Verarbeitung medienintensiver Daten erfordern Systeme, die mit leistungsstarken GPUs mithalten können. Für viele Neocloud-Anbieter bedeutet der interne Aufbau dieser Speicherschicht erhebliche Investitionen und den Einsatz von Entwicklerressourcen, die andernfalls für den Ausbau der Rechenkapazität genutzt werden könnten. Anstatt bei null anzufangen, können sie B2 Neo im Hintergrund integrieren und ihren Kunden als Teil ihrer eigenen Plattform anbieten.
Backblaze zufolge basiert das Angebot auf fast 20 Jahren Erfahrung im Betrieb von Cloud-Speicherlösungen im großen Maßstab. Das Unternehmen verwaltet mehr als fünf Exabyte an Daten und unterstützt einen Durchsatz von bis zu einem Terabit pro Sekunde. B2 Neo wurde parallel zu mehreren Neocloud-Plattformen entwickelt, die bereits produktive Workloads auf ihrer Infrastruktur betreiben. Zu diesen frühen Kooperationen gehört der bisher größte Vertragsabschluss des Unternehmens sowie aktive Gespräche mit anderen aufstrebenden Anbietern, die ihre Speicherkapazitäten ausbauen möchten.
Betriebliche Integration und Plattformsteuerung
Die Angebotsstruktur ermöglicht es Neoclouds, die operative Kontrolle zu behalten und gleichzeitig die Komplexität der Speicherinfrastruktur auszulagern. Kunden dieser Plattformen erhalten Speicher als nativen Dienst mit gebrandeten Endpunkten und Preisen, die vom Partner festgelegt werden. Kontobereitstellung, Berechtigungsverwaltung und Abrechnung erfolgen über die bestehenden Tools von Neocloud, wodurch eine separate Verwaltungskonsole entfällt.
Marktprognosen deuten auf erhebliches Wachstumspotenzial hin. Der Neocloud-Markt soll von 35.22 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026 auf 236.53 Milliarden US-Dollar im Jahr 2031 anwachsen, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 46.37 % entspricht. Da diese Plattformen um die Erweiterung ihrer GPU-Kapazität konkurrieren, hat sich der Speicherplatz als kritischer Engpass herausgestellt. Entwicklungsteams stehen oft vor der schwierigen Entscheidung: Ressourcen für den Aufbau skalierbarer Objektspeicher bereitstellen oder sich auf den Ausbau der Recheninfrastruktur konzentrieren, um sich von der Konkurrenz abzuheben.
Für Unternehmen, die KI-Trainingspipelines, Inferenzprozesse oder umfangreiche Medienverarbeitung betreiben, ist Speicherplatz nicht nur eine Hintergrundfunktion, sondern zentral für den reibungslosen Ablauf. Massive Datensätze, Modell-Checkpoints und Ausgabedateien müssen schnell und zuverlässig gespeichert und abgerufen werden können. Wenn Objektspeicher nicht direkt in eine Plattform integriert ist, müssen Teams oft riesige Datenmengen zwischen verschiedenen Umgebungen hin- und herschieben. Dieser zusätzliche Aufwand kann Latenzzeiten verursachen, teure GPUs ungenutzt lassen und die Gesamtkosten in die Höhe treiben.
Strategischer Fokus auf Rechenskalierung
Backblaze positioniert das neue Angebot als Möglichkeit, diesen Druck zu mindern. Neocloud-Anbieter wetteifern darum, ihre GPU-Kapazität auszubauen, und der Eigenbau von leistungsstarkem Objektspeicher kann Ressourcen von dieser Aufgabe ablenken. Durch das Angebot einer sofort einsatzbereiten Speicherschicht, die innerhalb von Wochen statt Jahren implementiert werden kann, sollen sich diese Plattformen auf die Skalierung der Rechenleistung konzentrieren können, während gleichzeitig integrierter Speicher für die Kunden bereitgestellt wird.
Verfügbarkeit
Backblaze B2 Neo ist jetzt für qualifizierte Neocloud-Plattformen verfügbar.




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