Auf der COMPUTEX 2026 kündigte HPE den ProLiant Compute DL394 Gen12 an, einen 2U-Server der nächsten Generation mit NVIDIA Vera CPU. Die Plattform unterstützt neuartige agentenbasierte KI und datenintensive Workloads, die hohe Speicherbandbreite, geringe Latenz und deterministische Leistung erfordern. Das System integriert HPEs Enterprise-Management- und Sicherheitslösungen, darunter Integrated Lights-Out und Compute Ops Management, und richtet sich an Unternehmen mit umfangreichen KI- und Echtzeit-Datenverarbeitungsumgebungen.
Die Markteinführung ist Teil einer neuen Kooperation zwischen HPE, NVIDIA und dem Datenstreaming-Unternehmen Redpanda, die die New Yorker Börse (NYSE) für ihre eigene agentenbasierte KI-Infrastruktur prüft. Im Fokus der Arbeit steht die für agentenbasierte KI optimierte Technologie für Datenspeicherung und -verarbeitung, Überwachung, Management und Sicherheit. Die DL394 Gen12 dient dabei als grundlegende Rechenplattform. Die NYSE ist der erste Anwender, der die Anforderungen des von HPE anvisierten Workload-Profils im Finanzdienstleistungssektor erfüllt.
Die HPE-Führung stellte den Launch in den Mittelpunkt des Wandels von generativer zu agentenbasierter KI, bei der Systeme in Echtzeit logische Schlussfolgerungen ziehen und autonome Entscheidungen treffen. Dies setzt neue Maßstäbe für Latenzkonsistenz und Speicherdurchsatz. NVIDIA positionierte Vera als speziell für die Orchestrierung von KI-Systemen entwickelte Plattform und versprach die doppelte Effizienz und schnellere Aufgabenerledigung im Vergleich zu x86. Der DL394 Gen12 soll diese Fähigkeiten in Unternehmens- und Finanzdienstleistungsumgebungen nutzbar machen.
Architektur mit Fokus auf Speicherbandbreite und Latenz
Der DL394 Gen12 basiert auf der NVIDIA Vera CPU , die anstelle eines Chiplet-basierten Designs eine monolithische Architektur verwendet. Dieser Ansatz vermeidet die bei Prozessoren mit hoher Kernanzahl häufig auftretenden ungleichmäßigen Speicherzugriffseigenschaften, bei denen die Speicherlatenz je nach Datenlokalität variieren kann. Durch die Eliminierung der NUMA-bedingten Variabilität liefert die Plattform eine besser vorhersagbare Leistung für verteilte KI-Workloads.
Das System nutzt LPDDR5X-Speicher und ermöglicht so eine Gesamtbandbreite von bis zu 1.2 TB/s und ca. 14 GB/s pro Kern. Dieser Durchsatz ist für die schnelle Datenerfassung und -verarbeitung optimiert, insbesondere für Workloads, die kontinuierliches Streaming und Echtzeit-Inferenz erfordern. In dieser Konfiguration fungiert die Vera-CPU als Orchestrierungsschicht und verteilt Rechen- und Speicherressourcen gleichmäßig auf die verschiedenen Workloads, um Ineffizienzen zu reduzieren und die Auslastung zu verbessern.
Integrierte Sicherheit und Lebenszyklusschutz
Sicherheit ist durch HPEs Silicon Root of Trust auf Hardware- und Firmware-Ebene integriert. Der DL394 Gen12 verfügt zudem über iLO 7 mit einer sicheren Enklave, die den Serverlebenszyklus von der Herstellung bis zur Außerbetriebnahme schützt. Diese Funktionen dienen der Abwehr von Firmware-Angriffen und gewährleisten die Systemintegrität in regulierten Umgebungen.
HPE gab bekannt, dass diese Generation von ProLiant-Systemen als erste die NIST-Anforderungen für quantenresistente Kryptografie erfüllt. Dies positioniert die Plattform für den langfristigen Einsatz in Umgebungen, in denen sich die Datenschutzstandards voraussichtlich parallel zu neuen Bedrohungen weiterentwickeln werden.
Einheitliches Management mit KI-gesteuerten Abläufen
Der DL394 Gen12 ist in HPE Compute Ops Management integriert und bietet eine zentrale Plattform für die Verwaltung verteilter Infrastrukturen. Die Softwareebene liefert KI-gestützte Einblicke in Systemzustand, Leistung und Kapazität, wodurch der Betriebsaufwand reduziert und Ausfallzeiten minimiert werden.
Durch die Zusammenführung von Überwachung und Automatisierung in einer einzigen Benutzeroberfläche will HPE die Infrastrukturverwaltung für Unternehmen mit großem Funktionsumfang vereinfachen. Dies ist insbesondere für KI-Implementierungen relevant, bei denen dynamische Workloads und Ressourcenanforderungen eine kontinuierliche Optimierung erfordern.
Verfügbarkeit
Der HPE ProLiant Compute DL394 Gen12 wird voraussichtlich im Herbst 2026 als Teil des NVIDIA AI Computing by HPE Portfolios verfügbar sein.




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