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Proxmox VE 9.0 bietet wichtige Upgrades für Speicher, Netzwerk und Mobilität

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Proxmox Virtuelle Umgebung (VE) hat Version 9.0 erreicht und stellt damit ein bedeutendes Update für die Open-Source-Virtualisierungsplattform dar. Diese neueste Version basiert auf Debian 13 „Trixie“ und bietet zahlreiche Verbesserungen für bessere Leistung, umfassendere Kompatibilität und robustere Enterprise-Funktionalität.

Proxmox VE 9.0 Dashboard Proxmox VE 9.0 Highlights

Durch die Umstellung auf Debian 13 profitieren Anwender von aktualisierten Paketen, verbesserter Hardwareunterstützung und einer besseren Sicherheitsintegration. Proxmox VE 9.0 wird mit dem Linux-Kernel 6.14.8-2 ausgeliefert, der als stabiler Standard gewählt wurde und sowohl die Kompatibilität als auch die Leistung auf einer Vielzahl von Systemen verbessern soll.

Zu den Highlights dieses Updates gehört die vollständige Snapshot-Unterstützung für Thick-Provisioned Logical Volume Manager (LVM) Shared Storage. Diese Funktion wurde lange gewünscht, insbesondere von Unternehmensanwendern mit Fibre Channel- oder iSCSI-basierten SANs. Das System implementiert Snapshots nun als Volume-Ketten, sodass jedes abgeleitete Volume nur die Unterschiede zum übergeordneten Volume speichert. Dieses Snapshot-Modell lässt sich auf andere Speichertypen wie Directory, NFS und CIFS erweitern und erleichtert Administratoren die Verwaltung von Datenschutz- und Wiederherstellungsprozessen unabhängig von der zugrunde liegenden Speicherinfrastruktur.

Eine weitere wichtige Neuerung ist die Einführung der „Fabrics“-Funktion im Software-Defined Networking (SDN)-Stack. Fabrics wurden für komplexe, geroutete Netzwerkumgebungen entwickelt und unterstützen Multipath-Konfigurationen sowie automatisches NIC-Failover. Sie ermöglichen außerdem die Erstellung von Spine-Leaf-Netzwerktopologien, einer typischen Architektur in Hochleistungsrechenzentren. Die Unterstützung dynamischer Routing-Protokolle, einschließlich OpenFabric und OSPF, ermöglicht ein flexibles und skalierbares Netzwerkmanagement mit verbesserten Failover-Funktionen.

Um die Verteilung virtueller Maschinen und die Ausfallsicherheit in Hochverfügbarkeitsclustern (HA-Clustern) zu verbessern, bietet Version 9.0 Unterstützung für Affinitätsregeln. Dies ermöglicht eine genauere Kontrolle über die Verteilung von HA-Ressourcen auf Knoten. Beispielsweise können verknüpfte Dienste wie Anwendungs- und Datenbankserver gemeinsam genutzt werden, um die Latenz zu reduzieren. Im Gegensatz dazu können redundante Instanzen desselben Dienstes auf verschiedene Knoten verteilt werden, um die Fehlertoleranz zu erhöhen.

Auch das mobile Erlebnis wurde deutlich verbessert. Eine neue Benutzeroberfläche, die auf dem Rust-basierten Yew-Framework basiert, bietet optimierten Zugriff auf wichtige Systemfunktionen, darunter das Starten und Stoppen von VMs und grundlegende Konfigurationsaufgaben. All dies ist über Standard-Mobilbrowser zugänglich.

Verfügbarkeit und Preise von Proxmox VE 9.0

Proxmox VE 9.0 steht ab sofort als vollständiges ISO-Image zum Download bereit und ist für die Bare-Metal-Installation geeignet. Upgrades von Version 8.x werden unterstützt, und für bestehende Nutzer wird ein detaillierter Migrationspfad bereitgestellt. Die Plattform bleibt Open Source unter der GNU Affero General Public License v3. Enterprise-Support-Abonnements sind ab 115 € pro CPU und Jahr erhältlich.

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Lyle Smith

Lyle ist seit langem Redakteur bei StorageReview und deckt ein breites Spektrum an IT-Themen für Endbenutzer und Unternehmen ab.