StorageReview.com

Ubiquiti UniFi UNAS 2 Testbericht: Kompaktes PoE-NAS für Zuhause und kleine Büros

Privatkunden  ◇  NAS

Als wir das letzte Mal nachgesehen haben Ubiquitis UNAS ProDas 7-Bay-NAS zeichnete sich als leistungsstarke, vollintegrierte Speicherlösung für ambitionierte Heimanwender und kleine Unternehmen aus, die innerhalb des UniFi-Ökosystems hohe Speicherkapazität benötigten. Das neue UniFi UNAS 2 verfolgt dieselbe Designphilosophie. Es vereint sie in einem kompakteren, benutzerfreundlicheren Paket, das sich an Heimanwender und kleine Büros richtet, die zuverlässigen Speicher ohne hohe Kosten und großen Platzbedarf benötigen.

Ubiquitis UNAS 2 Front.

Das UNAS 2 verfügt über zwei 3.5-Zoll-Laufwerksschächte mit einer Rohkapazität von bis zu 48 TB (größere Festplatten funktionieren wahrscheinlich auch problemlos) und bietet damit ausreichend Platz für umfangreiche Backups, Medienbibliotheken oder gemeinsam genutzte Dateien. Die Konnektivität ist unkompliziert: Ein 2.5-GbE-RJ45-Anschluss ermöglicht schnellen Netzwerkzugriff, ein 5-Gbit/s-USB-C-Anschluss und ein mitgelieferter PoE++-Adapter versorgt das NAS direkt über Ethernet mit Strom. Dank seiner kompakten Bauweise lässt es sich problemlos auf einem Schreibtisch oder Regal platzieren und der Kabelaufwand wird auf ein Minimum reduziert.

Der UNAS 2 wurde so konzipiert, dass er sich nahtlos in das UniFi-Ökosystem einfügt und bietet dieselbe vertraute Benutzeroberfläche wie die Netzwerk- und Überwachungsprodukte von Ubiquiti. Er ermöglicht Nutzern zentrale Übersicht und einfache Steuerung über die UniFi-Plattform und ist damit eine praktische Option für alle, die bereits in das Ökosystem investiert haben. Zum Zeitpunkt dieses Tests ist der UniFi UNAS 2 auf [Plattformname einfügen] erhältlich. Im UniFi Store für 199 $ erhältlich. (Affiliate-Link)

UNAS 2 Spezifikationen

Normen Details
Übersicht
Abmessungen 135 × 129 × 223.7 mm (5.3 × 5.1 × 8.8″)
Speicherkapazität (2) 3.5″-Laufwerksschächte
Netzwerkschnittstelle (1) 2.5 GbE RJ45 (2.5G/1G/100M/10M)
Erweiterungsport (1) 5 Gbit/s USB-C
Formfaktor Desktop
Hardware
Festplattenkapazität (2) Unterstützung für 3.5″-Festplatten
Maximales Leistungsbudget für Laufwerke 52 W
Max. Energieverbrauch 60 W
Power-Methode PoE ++
Labor-Stromversorgungen 60-W-PoE++-Adapter (im Lieferumfang enthalten)
Prozessor Quad-Core ARM Cortex-A55 mit 1.7 GHz
Memory 4 GB
Management-Schnittstelle Ethernet
RF-Schnittstelle Bluetooth 4.1
Präsentation 1.47″ Farbe LCM
Gewicht 1.3 kg (2.85 lb)
Gehäuseform/Material Polycarbonate
LED-Anzeigen System

UNAS 2 Planung und Bau

Das Ubiquiti UniFi UNAS 2 ist ein kompaktes NAS mit zwei Einschüben, das sich ideal für kleinere Installationen, Heim-Labs oder Anwender eignet, die unkompliziert in die Welt der netzwerkgebundenen Speichersysteme einsteigen möchten. Mit Abmessungen von 5.3 x 5.1 x 8.8 cm und einem Gewicht von 2.85 kg lässt es sich platzsparend auf dem Schreibtisch neben einer Workstation oder einem Netzwerk-Stack platzieren. Das Gehäuse besteht aus Polycarbonat und passt perfekt zum klaren, modernen Design der Ubiquiti UniFi-Produktreihe.

Ubiquitis UNAS 2 mit Laufwerkshalterung.

An der Vorderseite befindet sich ein USB-C-Anschluss mit bis zu 5 Gbit/s, über den kompatible Geräte wie der optionale 5G-Ethernet-Adapter von Ubiquiti für zusätzliche Konnektivität angeschlossen werden können. Ein 1.47-Zoll-Farbdisplay (LCM) liefert Systeminformationen auf einen Blick, darunter Temperatur, Speicherwarnungen und Netzwerkdaten.

Ubiquitis hinterer UNAS 2-Netzwerkanschluss.

Die beiden werkzeuglos zugänglichen 3.5-Zoll-Laufwerksschächte befinden sich an der Unterseite des Geräts, wenn dieses auf die Seite gelegt wird. Jeder Schacht rastet sicher ein und unterstützt Laufwerke mit einer Gesamtleistungsaufnahme von bis zu 52 W.

Ubiquitis UNAS 2 Laufwerksgehäuse mit 22-TB-Festplatten.

Direkt unter dem Laufwerksschacht befindet sich der 2.5-GbE-RJ45-Anschluss für die primäre Netzwerkverbindung und die PoE++-Stromversorgung. Dies minimiert den Verkabelungsaufwand für Anwender, die einen Betrieb mit nur einem Kabel bevorzugen. Alternativ kann das NAS über den mitgelieferten 60-W-PoE++-Adapter mit Strom versorgt werden. Dies bietet Flexibilität für Setups, die kein leistungsstarkes PoE auf Switch-Seite bereitstellen.

Intern arbeitet der UNAS 2 mit einem Quad-Core ARM Cortex-A55 Prozessor mit einer Taktfrequenz von 1.7 GHz und 4 GB Arbeitsspeicher und bietet damit genügend Leistung für leichte bis mittelschwere Speicher- und Dateibereitstellungsaufgaben im gesamten UniFi-Ökosystem.

Ubiquitis UNAS 2 mit herausnehmbarem Laufwerksschacht.

Die drahtlose Kommunikation erfolgt über Bluetooth 4.1, wodurch Einrichtung und Verwaltung über die UniFi-Mobil-App oder die Weboberfläche möglich sind.

Die Status-LEDs des Systems befinden sich unterhalb der Laufwerksschächte und geben Auskunft über Stromversorgung und Systemaktivität.

Insgesamt spiegeln Konstruktion und Design des UniFi UNAS 2 Ubiquitis Fokus auf nahtlose Integration, minimalen Verkabelungsaufwand und einfache Bedienung wider. Mit seinen werkzeuglos zu öffnenden Einschüben, zwei Stromversorgungsoptionen und seiner kompakten Bauweise bietet der UNAS 2 ein elegantes und benutzerfreundliches Speichererlebnis für kleinere UniFi-Umgebungen.

UNAS 2 UniFi Drive Anwendungsübersicht

Die UniFi Drive-Anwendung bietet eine zentrale, intuitive Benutzeroberfläche für die Verwaltung von Speicher, Benutzerzugriff und Datensicherung auf UniFi-fähigen NAS-Geräten wie dem UNAS 2. Die App vereinfacht die gemeinsame Nutzung von Dateien und die Datensicherung und vereint Speicherüberwachung, Laufwerkszustandsanzeige, RAID-Konfiguration, Snapshot-Verwaltung und Fernzugriffstools in einem einzigen, übersichtlichen Dashboard. Über die Weboberfläche oder die mobile App können Administratoren freigegebene Laufwerke erstellen, Zugriffsberechtigungen festlegen, die Systemleistung überprüfen, Sicherungsziele konfigurieren und Dateidienste wie SMB, NFS und Time Machine verwalten. UniFi Drive integriert sich nahtlos in das gesamte UniFi-Ökosystem und ermöglicht so eine konsistente Verwaltung, sichere Fernverbindungen und ein optimiertes Benutzererlebnis im privaten und geschäftlichen Umfeld.

Dieser Bildschirm zeigt das Haupt-Dashboard von UniFi Drive für den UNAS 2. Er bietet einen kurzen Überblick über Systemzustand, RAID-Status, Laufwerksauslastung und grundlegende Leistungskennzahlen. Im linken Bereich werden wichtige Hardware-Details wie Betriebszeit, CPU-Temperatur, Lüftermodus und die aktuelle RAID-1-Konfiguration angezeigt. Der mittlere Bereich zeigt den Durchsatzverlauf an und hilft so, die jüngsten Lese- und Schreibvorgänge zu überwachen. Im unteren Bereich listet der Abschnitt „Laufwerke und Snapshots“ verfügbare Freigaben, die Speicherplatznutzung und die optionale Snapshot-Planung auf. Dateidienste für macOS, Windows und Time Machine werden ebenfalls für einen einfachen Zugriff angezeigt. Das gesamte System kann lokal über die Geräte-IP-Adresse, über die UniFi-Mobil-App oder remote über die UniFi-Weboberfläche angezeigt und verwaltet werden.

Bei der Überprüfung des neuesten UniFi Drive OS auf dem Dashboard stellten wir fest, dass die Lüftersteuerung nun direkt im Hauptfenster des Geräts integriert ist. Nutzer können je nach ihren Anforderungen an Geräuschpegel und Temperatur zwischen den Modi „Leise“, „Ausgewogen“ und „Kühlend“ wählen. Im Modus „Leise“ wird die Lüfterdrehzahl reduziert, was zu höheren Temperaturen führt. Der Modus „Ausgewogen“ bietet ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Kühlung und Geräuschentwicklung. Im Modus „Kühlend“ wird der stärkste Luftstrom erzeugt, um die Festplatten auf niedrigeren Betriebstemperaturen zu halten. Dadurch bietet der UNAS 2 mehr Flexibilität als frühere von uns getestete UniFi-Speicherprodukte, einschließlich des größeren UNAS Pro, der ursprünglich keine Einstellmöglichkeiten für das Lüfterverhalten bot.


Die Speicheransicht des UNAS 2 ist, wie von einem NAS mit zwei Einschüben zu erwarten, übersichtlich. Die beiden 22-TB-Festplatten befinden sich im optimalen Zustand, drehen sich jeweils mit 7200 U/min und sind demselben Speicherpool zugeordnet. Das System läuft in einer RAID-1-Konfiguration, die die Festplatten für Redundanz spiegelt und ein einfaches, auf Zuverlässigkeit ausgelegtes Layout bietet. Diese Seite ermöglicht eine schnelle Überprüfung, ob der Pool intakt ist und beide Festplatten wie erwartet funktionieren, bevor es mit dem nächsten Abschnitt weitergeht.


Nachdem der Speicher auf dem Gerät eingerichtet ist, können wir ein gemeinsam genutztes Laufwerk für die Verwendung auf dem UNAS 2 konfigurieren. Die Benutzeroberfläche zum Erstellen und Verwalten gemeinsam genutzter Laufwerke ist übersichtlich und intuitiv gestaltet, sodass die Zugriffsrechte einfach zugewiesen und die Nutzung nachverfolgt werden können. In diesem Bereich sehen Sie, wer Zugriff hat, wie viel Speicherplatz belegt ist und zu welchem ​​Speicherpool das Laufwerk gehört. Außerdem gibt es einfache Optionen zum Festlegen von Speichergrenzen und zum Aktivieren von Snapshots. Dadurch erhält das Laufwerk integrierten Schutz und Backup-Punkte ohne zusätzliche Konfiguration.


Ein Vorteil der UniFi Drive-Weboberfläche ist, dass Sie nach der Erstellung eines freigegebenen Laufwerks alles direkt im Browser verwalten können. Sie können neue Ordner erstellen, einzelne Dateien oder ganze Ordner hochladen und Momentaufnahmen anzeigen, ohne die Seite zu verlassen. In diesem Beispiel haben wir ein Bild hochgeladen. Ein Klick darauf öffnet eine Schnellvorschau mit Optionen zum Duplizieren, Verschieben, Kopieren, Herunterladen oder Löschen der Datei.

Für die Fernfreigabe bietet UniFi die einfache Möglichkeit, einen Freigabelink mit optionalen Steuerelementen zu erstellen. Dazu gehören Passwörter, Zugriffsbeschränkungen, Ablaufzeit und die Anzahl der zulässigen Downloads. Der erstellte Link kann als QR-Code exportiert oder als Standard-URL geteilt werden, sodass anderen unkompliziert Zugriff gewährt werden kann, ohne das gesamte Laufwerk offenzulegen.


Dies ist ein Beispiel für den Zugriff auf eine Datei über einen Remote-Freigabelink. Beim Öffnen eines Freigabelinks öffnet UniFi Drive einen einfachen Viewer mit einer Dateivorschau links und wichtigen Details rechts, darunter Dateityp, Größe, Erstellungsdatum und derjenige, der die Datei freigegeben hat. Von hier aus kann der Benutzer die Datei direkt herunterladen, ohne ein Konto oder Zugriff auf den Rest des NAS zu benötigen. Das übersichtliche Layout ermöglicht das einfache Anzeigen und Abrufen freigegebener Dateien oder Ordner von jedem Gerät aus.

Im Bereich „Backups“ können Sie konfigurieren, wie UNAS 2 die auf dem Gerät gespeicherten Daten schützt. Die Benutzeroberfläche ermöglicht die Auswahl eines Ziels, beispielsweise eines Remote-UNAS, eines CIFS/SMB-Servers oder verschiedener Cloud-Dienste wie Google Drive, OneDrive, Dropbox, Amazon S3, Backblaze B2 und Wasabi. Sie können außerdem Regeln für das Backup-Verhalten festlegen, z. B. die Synchronisierung des Ziels mit Ordneraktualisierungen oder das vollständige Überschreiben des Inhalts bei jedem Backup. Am unteren Bildschirmrand können Sie die Häufigkeit der Backups planen und so die Datensicherung außerhalb des Geräts automatisieren.


Im Bereich „Snapshots“ können wir Folgendes sehen: Beispiel für ein gemeinsames Laufwerk Diese Liste zeigt Laufwerke ohne konfiguriertes Snapshot-Limit und ohne erstellte Snapshots. Sie bietet eine schnelle Übersicht über den Schutzstatus jedes Laufwerks und ermöglicht so eine einfache Überprüfung, für welche Laufwerke Snapshot-Zeitpläne aktiviert sind und für welche diese noch konfiguriert werden müssen.


Im Bereich „Dienste“ finden Sie die aktuelle Konfiguration für den lokalen Webzugriff auf das UNAS 2 sowie alle verfügbaren Dateidienste. Hier können Sie SMB für macOS und Windows aktivieren und verwalten, Time Machine einrichten und bei Bedarf NFS aktivieren. Jeder Dienst bietet eigene Verbindungsdetails und Installationsanweisungen, sodass die Integration des NAS in verschiedene Systeme des Netzwerks unkompliziert ist.

UNAS 2 Leistung

Zur Messung der Speicherleistung des UNAS 2 verwendeten wir branchenübliche Metriken und das FIO-Benchmarking-Tool. Für diese Evaluierung diente ein dedizierter Server als Lastgenerator und war über eine 10-GbE-Netzwerkverbindung mit der Umgebung verbunden. Der UNAS 2 selbst war über seine native 2.5-GbE-Schnittstelle mit demselben Switch verbunden, um sicherzustellen, dass alle Workloads über realistische SMB/NFS/Benchmark-Pfade und nicht über synthetische lokale Tests liefen.

Diese Konfiguration ermöglichte es uns, das NAS innerhalb seiner realen Bandbreitenbeschränkungen voll auszulasten und gleichzeitig sicherzustellen, dass der Lastgenerator niemals zum Flaschenhals wurde. In diesem Abschnitt konzentrieren wir uns auf die folgenden FIO-Benchmarks:

  • Zufälliges Lesen/Schreiben 
  • Sequentielles Lesen / Schreiben

Die Ergebnisse sequenzieller Lesetests (1M) bewegen sich größtenteils im Bereich von 258–266 MB/s, was auf eine stetige Auslastung der 2.5-GbE-Verbindung hindeutet. Die Bandbreite beginnt bei knapp über 260 MB/s, sinkt an einigen Stellen kurzzeitig auf etwa 255 MB/s ab und stabilisiert sich dann wieder auf ihrem typischen Plateau, sobald die E/A-Tiefe und die Anzahl der Jobs zunehmen. Der höchste gemessene Wert von 270.5 MB/s (Anzahl Jobs = 1, E/A-Tiefe = 2, Threads = 1) sticht deutlich hervor und wird unter optimalen Bedingungen mit einem einzelnen Thread erreicht. Insgesamt bleibt die Kurve stabil mit nur geringfügigen Schwankungen um die Leitungsgeschwindigkeit.

Die Latenz ist anfangs außergewöhnlich niedrig; der beste Wert liegt bei 7.571 ms (Anzahl Jobs = 1, E/A-Tiefe = 1, Threads = 1). Mit zunehmender Parallelität steigt die Latenz zunächst allmählich, dann sprunghaft an und erreicht bei maximaler Threadanzahl Werte im Sekundenbereich, sobald die Kapazität der 2-Laufwerk-NFS-Konfiguration erschöpft ist.

Die Ergebnisse der 4K-Zufallslesezugriffe bleiben stark und bewegen sich bei den meisten Thread- und Queue-Kombinationen im Bereich von 600–620 IOPS. Nach einem anfänglichen Anstieg vom unteren Ausgangswert flacht die Kurve schnell ab und stabilisiert sich mit zunehmender Parallelität in einem Bereich mit nur geringen Schwankungen. Der Spitzenwert liegt bei 627 IOPS (Anzahl Jobs = 64, E/A-Tiefe = 4, Threads = 1), was zeigt, dass die NAS auch bei höchster Parallelität stabil bleibt.

Die Latenz ist anfangs gering, mit einem Bestwert von 6.129 ms (Anzahl Jobs = 1, E/A-Tiefe = 1, Threads = 1). Mit zunehmender Anzahl an Jobs und tieferen Warteschlangen steigt die Latenz zunächst gleichmäßig an, bevor sie bei höherer Parallelität sprunghaft ansteigt.

Die sequentielle Schreibleistung beginnt im niedrigen 220-MB/s-Bereich und steigt dann bei den meisten Thread- und Queue-Kombinationen auf 240–255 MB/s. Die Auslastung weist größere Schwankungen als die Leseleistung auf, mit gelegentlichen Einbrüchen auf fast 200 MB/s, bleibt aber im Allgemeinen nahe an der Leistungsgrenze der 2.5-GbE-Verbindung. Das höchste Ergebnis liegt bei 257.9 MB/s (Anzahl Jobs = 64, E/A-Tiefe = 1, Threads = 1), was zeigt, dass die Konfiguration unter den richtigen Bedingungen immer noch nahezu Leitungsgeschwindigkeit beim Schreiben auf das Laufwerk erreichen kann.

 

Die Latenz ist anfangs gering, mit dem besten Ergebnis von 9.067 ms (Anzahl Jobs=1, E/A-Tiefe=1, Threads=1). Mit zunehmender Threadanzahl und Warteschlangenlänge steigt die Latenz zunächst stetig an, bevor sie sprunghaft in den dreistelligen Millisekundenbereich absinkt.

Die Leistung bei zufälligen 4K-Schreibvorgängen liegt hauptsächlich im Bereich von 2.1 bis 2.2 IOPS, wobei gelegentlich Spitzenwerte auftreten, wenn bestimmte Thread-/Warteschlangenkombinationen optimal aufeinander abgestimmt sind. Der höchste Wert wird zu Beginn des Tests erreicht, wo die Kurve kurzzeitig auf etwa 2.34 IOPS ansteigt, bevor sie sich wieder im typischen Bereich einpendelt.

Die Latenz beginnt niedrig bei 0.982 ms (Anzahl Jobs=1, E/A-Tiefe=1, Threads=1) und bleibt bei geringerer Auslastung konstant. Mit zunehmender Anzahl an Jobs und längerer Warteschlange steigt die Latenz stetig an, bevor sie bei höherer Parallelität in den Bereich von Hunderten von Millisekunden klettert. Dies entspricht der normalen Auslastung eines kleinen NFS-Systems mit zwei Laufwerken unter starker Schreiblast.

Fazit

Der UniFi UNAS 2 bietet ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis für Anwender, die zuverlässigen und einfach zu verwaltenden Speicher ohne die hohen Kosten und die Komplexität größerer NAS-Plattformen suchen. Für 199 US-Dollar hat Ubiquiti ein kompaktes System entwickelt, das die Erwartungen übertrifft und RAID-1-Schutz, eine moderne UniFi Drive-Oberfläche sowie eine unkomplizierte Einrichtung bietet. Dank seines kompakten Designs passt es nahezu überall hin, und die PoE++-Stromversorgung ermöglicht den Betrieb über ein einziges Ethernet-Kabel – für eine saubere und flexible Installation.

Die Leistung ist für ein System mit zwei Einschüben hervorragend. Die UNAS 2 nutzt ihre 2.5-GbE-Schnittstelle bei sequenziellen Lese- und Schreibvorgängen konstant voll aus und bietet über ein breites Spektrum an Arbeitslasten hinweg eine stabile 4K-Zufallsleistung. Die Latenz skaliert in einer NFS-Konfiguration mit zwei Laufwerken erwartungsgemäß mit der Anzahl der gleichzeitigen Zugriffe. Für Heimanwender, kleine Büros oder Kreative, die zuverlässigen gemeinsam genutzten Speicher benötigen, eignet sich die UNAS 2 hervorragend für Backups, Medienhosting, die Speicherung kleinerer VMs im Heimlabor und die allgemeine Dateibereitstellung.

Rückansicht der UNAS 2 von Ubiquiti.

Das Gesamterlebnis ist es, was den UNAS 2 auszeichnet. Das Single-Cable-PoE-Design ist in diesem Segment selten und macht Netzteile oder zusätzliche Kabel überflüssig. Die UniFi Drive-Oberfläche ist übersichtlich und intuitiv gestaltet und bietet einfache Speicherverwaltung, Snapshot-Optionen und einen unkomplizierten Workflow für gemeinsam genutzte Laufwerke. Fernzugriff, browserbasierte Dateiverwaltung und werkzeuglose Laufwerksschächte tragen zu einer ausgereiften und benutzerfreundlichen Bedienung bei.

Der UniFi UNAS 2 schließt eine wichtige Lücke im UniFi-Ökosystem und bietet eine kleine, erschwingliche und benutzerfreundliche Netzwerkspeicherlösung für den täglichen Gebrauch. Er ist nicht als Ersatz für den größeren UNAS Pro bei höheren Arbeitslasten gedacht, bietet aber für seine Zielgruppe eine starke Leistung, durchdachte Designentscheidungen und ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Er ist ein idealer Einstieg in die zentrale Datenspeicherung zu Hause oder im kleinen Büro.

UNAS 2 Produktseite

Beteiligen Sie sich an StorageReview

Newsletter | YouTube | Podcast iTunes/Spotify | Instagram | Twitter | TikTok | RSS Feed

Dylan Dougherty

K-12-Netzwerkadministrator mit Fachwissen in Cisco-Netzwerken, IP-Sicherheit und NAC-Lösungen. UniFi-Enthusiast und Heimlaborant, der Netzwerk- und Sicherheitsprodukte testet und überprüft.