StorageReview.com

Verbesserung der Wirtschaftlichkeit von vRAN mit AMD EPYC 8005 Server-CPUs

Unternehmen  ◇  Netzwerken

Mobilfunkbetreiber, die auf offene und virtualisierte RAN-Architekturen umsteigen, stellen fest, dass die größten Herausforderungen weniger in der technologischen Reife als vielmehr in der Wirtschaftlichkeit, dem Ressourcenverbrauch in beengten Umgebungen, der Automatisierung und dem langfristigen Wachstum liegen. vRAN bietet klare Vorteile hinsichtlich Flexibilität und Anbieterauswahl. Mit dem Übergang von Pilotprojekten zum kommerziellen Einsatz müssen Betreiber jedoch steigende Energiekosten, die Komplexität cloudnativer Prozesse und den Bedarf an zuverlässiger Leistung in einer weit verteilten Infrastruktur bewältigen. Der Fokus liegt nun darauf, vRAN im Zuge der Skalierung nachhaltig und kosteneffizient zu gestalten.

AMD EPYC 8005

Für Edge und RAN positioniert

Mit der Weiterentwicklung softwarebasierter Implementierungen wird die vRAN-Performance zunehmend durch allgemeine Rechenleistung bestimmt. Kennzahlen wie Leistung pro Watt und Leistung pro Dollar gewinnen an Bedeutung gegenüber der Spitzenleistung. Selbst geringfügige Ineffizienzen auf Knotenebene können sich bei der Skalierung auf dichte Edge- und Mobilfunkstandort-Bereitstellungen erheblich auswirken. Dieser Trend führt dazu, dass Netzbetreiber vermehrt an Single-Socket-CPU-Konfigurationen interessiert sind, die die erforderliche vRAN-Performance bei geringerem Stromverbrauch und flexiblen Rechenoptionen bieten.

AMD positioniert die EPYC 8005 Server-CPUs (Codename „Sorano“) für Edge- und RAN-Anwendungen. Die Plattform ist für robuste Edge-Umgebungen konzipiert und unterstützt in Single-Socket-Systemen bis zu 84 Kerne und eine maximale Leistungsaufnahme von 225 W. Ziel ist es, die Leistungsanforderungen von vRAN-Workloads, einschließlich rechenintensiver Layer-1-Verarbeitung, zu erfüllen und gleichzeitig ein hohes Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten. Diese Kombination ist besonders wichtig an Standorten mit begrenztem Platz- und Energieangebot, wie z. B. Mobilfunkstationen im Freien und dicht besiedelten Edge-Netzen, wo die Infrastruktur Leistung, Kosten und Flexibilität optimal aufeinander abstimmen muss.

Energieeffizienz und konstante Leistung sind entscheidende Faktoren bei der Auswahl einer vRAN-Infrastruktur. AMD EPYC 8005 Server-CPUs erfüllen diese Anforderungen durch verschiedene Designmerkmale. Breite thermische Betriebsbereiche, die ein breites Spektrum an Umgebungsbedingungen abdecken, sind für Edge- und Außeneinsätze unerlässlich. NEBS-konforme Plattformen ermöglichen robuste Systeme, die sich für Telekommunikationsumgebungen eignen. Die hohe Kernanzahl pro Sockel erlaubt es Herstellern und Betreibern, kompakte Systeme mit kleinem Formfaktor zu entwickeln, die dennoch eine hohe Rechenleistung bieten.

Hohe Leistung bei geringem Stromverbrauch

Das Ergebnis ist eine Plattform, die hohe Leistung bei vergleichsweise geringem Stromverbrauch bietet. Dies ermöglicht dichte vRAN-Implementierungen auch bei begrenzten Energieressourcen, da Datenverkehr und Leistungsanforderungen stetig steigen. Durch die Konsolidierung mehrerer RAN-Funktionen pro Server innerhalb eines begrenzten Energiebudgets können Betreiber die Standortgröße reduzieren und potenziell Investitions- und Betriebskosten senken.

Neben allgemeinen Rechen- und Energiesparfunktionen hat AMD Optimierungen für vRAN, insbesondere für Layer 1, hinzugefügt. Die EPYC 8005-CPUs beinhalten gezielte Verbesserungen der LDPC-Decodierung (Low-Density Parity-Check), die die Latenz reduzieren und die Fehlerkorrektur für 5G-Aufgaben beschleunigen. Diese Verbesserungen nutzen die AMD „Zen 5“-Ausführungspipeline, erweiterte Vektorfunktionen und optimierte Speicherzugriffspfade, um die LDPC-Effizienz zu steigern und gleichzeitig ein zuverlässiges vRAN-Verhalten zu gewährleisten. Ziel ist es, den Uplink-Durchsatz zu erhöhen und zusätzliche Kapazität für rechenintensive Funktionen wie Massive MIMO bereitzustellen.

Durch die verbesserte LDPC-Decodierungseffizienz können AMD EPYC 8005 Server-CPUs Rechenressourcen für zusätzliche Layer-1- und Layer-2-Aufgaben freisetzen. Dies ermöglicht es Betreibern, mehr Rechenleistung in jedem Knoten unterzubringen, mehr Funktionen ohne proportionalen Hardwareaufwand zu unterstützen und die Wirtschaftlichkeit des RAN insgesamt weiter zu verbessern, während vRAN sich zunehmend kommerziell einsetzt.

Beteiligen Sie sich an StorageReview

Newsletter | YouTube | Podcast iTunes/Spotify | Instagram | Twitter | TikTok | RSS Feed

Harold Fritts

Ich bin in der Technologiebranche tätig, seit IBM Selectric gegründet hat. Mein Hintergrund ist jedoch das Schreiben. Also beschloss ich, aus dem Vorverkaufsgeschäft auszusteigen und zu meinen Wurzeln zurückzukehren, ein bisschen zu schreiben, mich aber immer noch mit Technologie zu beschäftigen.