Auf der HPE Discover 2026 kündigte HPE umfangreiche Netzwerkverbesserungen zur Unterstützung von KI-Infrastrukturen, autonomen Betriebsabläufen und Zero-Trust-Sicherheit an. Die Updates umfassen die Vernetzung von KI-Rechenzentren, AIOps, Routing und sicheren Zugriff und erweitern die Strategie des Unternehmens für selbststeuernde Netzwerke auf KI-Fabriken, Unternehmensrechenzentren und Edge-Bereitstellungen.
Die Ankündigungen untermauern HPEs Vision eines autonomen Unternehmens, in dem Netzwerke als Grundlage für den Betrieb autonomer IT-Systeme dienen. Zu den neuesten Ergänzungen gehören eine erweiterte KI-gestützte Automatisierung, neue KI-optimierte Switching-Plattformen, eine tiefere Integration der HPE Aruba Networking- und HPE Juniper Networking-Technologien sowie eine einheitliche KI-native Secure Access Service Edge (SASE)-Plattform.
„Der Erfolg von agentenbasierter KI in Unternehmen hängt von einer modernen Netzwerkinfrastruktur ab, die für autonome Arbeitsabläufe ausgelegt ist. Netzwerkleistung, Zuverlässigkeit und Intelligenz bestimmen dabei die Effektivität der gesamten KI-Architektur“, so Rami Rahim, Executive Vice President, President und General Manager Networking bei HPE. „HPE liefert diese Infrastruktur und ermöglicht Unternehmen so die Implementierung agentenbasierter KI mit mehr Kontrolle, Vertrauen, Sicherheit und einfacherer Bedienung.“
Neue Netzwerkplattformen zielen auf KI-Infrastruktur ab
HPE erweitert seine KI-Rechenzentrumslösung durch die Integration von HPE Juniper Networking QFX- Switches, die über HPE Networking Data Center Director verwaltet werden. Diese Erweiterung vergrößert das umfassende KI-Infrastrukturportfolio von HPE in den Bereichen Rechenleistung, Speicher, Netzwerk, Software und Services und bietet gleichzeitig eine validierte Architektur zur Beschleunigung der Implementierung von KI-Rechenzentren.
Das Unternehmen erklärte, das verbesserte Design optimiere die Interoperabilität und biete eine skalierbare Grundlage für KI-Trainings- und Inferenzumgebungen, einschließlich neuer Rack-Scale-Plattformen wie AMD Helios.
Im Zuge der Erweiterung wurden zwei neue Schaltprodukte eingeführt.
Der HPE Juniper Networking QFX5140 Switch wurde für KI-Inferenzcluster und Edge-KI-Bereitstellungen entwickelt und trägt der wachsenden Nachfrage nach verteilter Inferenzinfrastruktur Rechnung. HPE positioniert die Plattform als Schlüsselkomponente für die Erweiterung von AI-Factory-Architekturen über zentralisierte Rechenzentren hinaus.
HPE stellte außerdem das HPE Juniper Networking QFX5252 Switch-Tray für AMD Helios vor. Die Plattform ist als skalierbares Netzwerkmodul für KI-Systeme im Rack-Bereich konzipiert und bietet latenzarme Konnektivität mit hoher Bandbreite, um die GPU-Auslastung zu maximieren und Netzwerkengpässe in großen KI-Umgebungen zu reduzieren.
HPE erklärte, die neuen Switching-Plattformen seien darauf ausgelegt, die Infrastruktureffizienz zu verbessern, indem sie die durch Netzwerkbeschränkungen verursachte Leerlaufzeit der GPUs reduzieren und Unternehmen dabei helfen, KI-Workloads von der Proof-of-Concept-Phase in den Produktivbetrieb zu überführen.
Erweiterte AIOps-Funktionen auf Aruba- und Juniper-Plattformen
HPE setzt die Zusammenführung der operativen Fähigkeiten seiner Aruba Networking- und Juniper Networking-Portfolios im Rahmen seiner umfassenderen Netzwerkintegrationsstrategie fort.
Eine wichtige Neuerung ist die Unterstützung von HPE Networking CX Wired Access Switches auf der HPE Mist AIOps-Plattform. Durch die Integration erhalten CX-Kunden Zugriff auf die KI-gestützten Betriebsfunktionen von Mist, darunter KI-native Transparenz, Zero-Touch-Provisioning, Wired Assurance, dynamische Paketerfassung, Einblicke auf Serviceebene und HPE Marvis-gesteuerte Automatisierung.
HPE gab außerdem bekannt, dass die KI-gestützten, selbststeuernden Netzwerkfunktionen von Marvis nun in HPE Aruba Central verfügbar sind. Zu den neuen automatisierten Fehlerbehebungsfunktionen gehören die Fehlersuche an kabelgebundenen Ports und Korrekturmaßnahmen, die den manuellen Arbeitsaufwand weiter reduzieren sollen.
Neue Agentic-KI-Funktionen für den Rechenzentrumsbetrieb
Die HPE Mist-Plattform erhält zudem zusätzliche KI-gestützte Betriebsfunktionen, die auf Rechenzentrumsumgebungen ausgerichtet sind.
Eine neue Funktion nutzt prädiktive Analysen, um potenzielle Hardware- und optische Ausfälle zu erkennen, bevor es zu Serviceunterbrechungen kommt. HPE erklärte, das System kombiniere KI und maschinelles Lernen mit multidimensionalen Visualisierungstechniken, um die Ausfallsicherheit zu verbessern und ungeplante Ausfälle zu reduzieren.
Eine weitere Verbesserung umfasst einen fortschrittlichen Analyseagenten, der die Ursachenanalyse und die Behebung von Problemen automatisiert. Die Plattform analysiert kontinuierlich Betriebstelemetriedaten, historische Supportdaten und Kontextinformationen aus HPE Networking Data Center Director, um Probleme zu identifizieren und Korrekturmaßnahmen zu empfehlen.
Ziel ist es, die Fehlersuche zu beschleunigen und gleichzeitig die betriebliche Komplexität in zunehmend großen und verteilten KI-Infrastrukturumgebungen zu reduzieren.
Engere Integration von Netzwerk, Rechenleistung und Hybrid-Cloud
HPE erweitert außerdem die Integrationen innerhalb seines Infrastrukturmanagement-Portfolios nach der Integration von HPE OpsRamp Software und HPE Morpheus Software.
HPE Mist Networking Data Center Assurance ist jetzt in HPE Compute Ops Management integriert und bietet domänenübergreifende Transparenz über Netzwerk- und Recheninfrastruktur hinweg. Laut HPE reduziert die Integration die Anzahl der Management-Tools und ermöglicht es den Betriebsteams, die Infrastruktur effizienter zu skalieren.
Die gleichen Netzwerk-Sicherheitsfunktionen sind jetzt in die HPE GreenLake-Plattform integriert und schaffen so ein einheitlicheres Management-Erlebnis in Hybrid-Cloud- und Rechenzentrumsumgebungen.
Diese Integrationen unterstützen HPEs langfristiges Ziel, ein selbstfahrendes Rechenzentrum aufzubauen, das durch koordinierte Automatisierung in den Bereichen Netzwerk, Rechenleistung und Cloud-Infrastruktur arbeitet.
Einheitliche SASE-Plattform vereint Netzwerk und Sicherheit
HPE stellte außerdem eine neue, einheitliche SASE-Plattform vor, die auf der HPE Networking EdgeConnect-Technologie basiert.
Die Plattform vereint SD-WAN- und Security Service Edge (SSE)-Funktionen in einem einzigen KI-basierten Management-Framework und ermöglicht es Unternehmen, Netzwerk- und Sicherheitsrichtlinien über eine gemeinsame Konsole zu verwalten.
Zu den wichtigsten Funktionen gehört ein integrierter SSE-Connector, der Zero-Trust-Implementierungen beschleunigt, ohne dass eine separate Zero-Trust-Netzwerkzugriffsinfrastruktur erforderlich ist. Ein dedizierter Secure-Web-Gateway-Tunnel erweitert die Webschutzfunktionen auf eine breitere Palette von Geräten, einschließlich IoT-Endpunkten.
HPE erklärte, die Plattform unterstütze auch souveräne SASE-Architekturen, indem der Datenverkehr innerhalb unternehmenskontrollierter Grenzen gehalten und nicht über externe Cloud-Sicherheitspunkte geleitet werde.
Operativ integriert die Plattform KI-gestützte Analysen und Interaktionen in natürlicher Sprache über SASE Copilot, wodurch Administratoren Sicherheitslücken schneller erkennen und Probleme schneller beheben können.
Finanzierungsprogramm zielt auf KI-Netzwerk-Upgrades ab
Zur Unterstützung der Bemühungen um die Modernisierung der Infrastruktur hat HPE Financial Services ein neues Netzwerkmigrationsprogramm angekündigt, das Unternehmen beim Übergang zu KI-fähigen Netzwerkumgebungen helfen soll.
Das Programm vereint Hardware-Finanzierung zu besseren Konditionen als Bargeld, Software-Finanzierung mit 0% Zinsen und ein neues IT-Asset-Programm, das den Wert vorhandener Geräte erschließt, um neue Netzwerkimplementierungen zu finanzieren.
HPE erklärte, die Initiative ziele darauf ab, die finanziellen und betrieblichen Hürden zu verringern, die mit der Aufrüstung von Netzwerken zur Unterstützung KI-gesteuerter Workloads und autonomer Abläufe verbunden sind.




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